Firefox zielt auf Google mit Enhanced Tracking Prevention

Die neueste Version von Firefox, 67.0.1, hat endlich eine vollwertige Version von Mozillas vielbeachtetem ETP-Datenschutzsystem (Enhanced Tracking Protection) herausgebracht.

Mozilla hat diesen Punkt durch so viele kleinere Sprünge erreicht, dass Firefox-Benutzer möglicherweise nicht wissen, was ETP dem Browser hinzufügt, der noch nicht vorhanden ist.

Die Anfänge lassen sich bis ins Jahr 2015 zurückverfolgen, als der Tracking-Schutz im privaten Browsing-Modus von Firefox angezeigt wird. Damit können Werbetreibende die Benutzer nicht mehr überwachen, indem Cookies gesetzt werden, mit denen sie über Websites hinweg verfolgt werden.

Firefox 57 (Quantum) hat im Jahr 2017 damit begonnen, diese Ebene in den Hauptbrowser zu migrieren. Mozilla plante, eine Standardeinstellung für zukünftige Versionen vorzunehmen. Dies ist kein einfaches Unterfangen, da Anti-Tracking die Werte der Benutzer von Websites beschädigen kann.

Wie in einem Launch-Blog beschrieben, wird dies nun durch die Integration einer vom Partner Disconnect.me erstellten Tracker-Sperrliste erreicht.

Es ist schwer zu sagen, wie umfassend dies ist, aber mit 2.567 Domains auf der Sperrliste – einschließlich einer großen Anzahl von Domains, die mit Google verbunden sind – ist es sicherlich eine Absichtserklärung von Mozilla.

Bevor Benutzer Firefox aktualisieren, sollten einige Punkte beachtet werden. Das erste ist, dass ETP standardmäßig nur für Benutzer aktiviert wird, die Firefox erneut herunterladen.

Wenn Sie eine aktuelle Installation aktualisieren, müssen Sie die Standardblockierung manuell über Optionen> Datenschutz und Sicherheit> Benutzerdefinierte Blockierung aktivieren und alle Kästchen ankreuzen.

Wenn Sie auf Sperrliste ändern klicken, werden auch zwei Sperrlisten angezeigt, von denen die strengste (Nummer zwei) auf einigen Websites Probleme verursachen kann. Benutzer können sehen, welche Tracker für eine Site erkannt wurden, indem sie auf das lila Schildsymbol in der Adressleiste klicken.

Die Standard-, Strict- und Custom-Blockierungsstufen von Firefox sind wohl etwas verwirrend geworden, weshalb es sich lohnt, die ausführlichen Erklärungen des Unternehmens zu lesen, um zu verstehen, was diese bedeuten.

Facebook-Container

Außerdem wurde eine aktualisierte Version der Facebook Container-Erweiterung hinzugefügt.

Dies bot einen grundlegenden Schutz: Benutzer sollten sich von der Website abmelden, falls sie dies vergessen sollten. Die neue Version bietet die Möglichkeit, die allgegenwärtigen Schaltflächen auf Websites von Drittanbietern zu blockieren, mit denen Benutzer auch über die Grenzen der Website hinaus verfolgt werden können.

This blocking makes it much harder for Facebook to build shadow profiles of non-Facebook users. You will know the blocking is in effect when you see the Facebook Container purple fence badge.

Dave Camp, Firefox senior vice president

Firefox Lockwise

Lockbox wurde als App für Android und iOS als Speicherort für Kennwörter gestartet und wurde in Lockwise umbenannt und ist jetzt als Desktop-Erweiterung erhältlich.

Dies verhält sich ähnlich wie bei Passwort-Managern von Drittanbietern, mit dem offensichtlichen Nachteil, dass es nur bei Verwendung von Firefox funktioniert. Sie benötigen außerdem ein Konto, um Kennwörter zwischen Geräten zu synchronisieren.

Dashboard überwachen

Mozilla hat den Firefox-Monitor mit einem Dashboard erweitert, mit dem Benutzer auf einen Blick sehen können, wie mehrere E-Mail-Adressen mit bekannten Sicherheitsverletzungen verbunden sind.

You’ll be able to easily identify which emails are being monitored, how many known data breaches may have exposed your information, and specifically, if any passwords have been leaked across those breaches.

Dave Camp, Firefox senior vice president

Faszinierend an der Entwicklung von Firefox ist, dass es sich immer mehr von Konkurrenten wie Google Chrome und Microsoft Chromium-based Edge abhebt.

In der Vergangenheit war den Nutzern nicht immer klar, was Firefox anders machte, als dass es nicht von Google oder Microsoft entwickelt wurde, was einige Nutzer bevorzugten.

Dieses Problem scheint auch Apple in Schwung gebracht zu haben, was Safari theoretisch zu einem der Hauptkonkurrenten von Firefox für die Privatsphäre macht.

Früher ging es bei Tech darum, welches Unternehmen groß werden und das meiste Geld verdienen konnte. Es ist immer noch so, aber wie ein direktes Interview mit Apples Tim Cook in dieser Woche unterstreicht, könnte sich Datenschutz dennoch als Google und Facebooks Achillesferse herausstellen.